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Kolumnen

Mit Vorsatz

Bald ist es wieder so weit, es naht die Zeit der guten Vorsätze für das nächste Jahr. „Nichts für mich!“, sagt Tom Nädler und macht immer weiter wie zuvor.

Man kennt das ja ... der Dezember geht auf die Zielgerade und man selbst geht wieder in sich. Wie war es, wie ist es, was kommt vielleicht noch? Dazu fragen sich die meisten, was können sie zukünftig besser machen. Nur noch diese E-Zigaretten, jetzt wirklich mal mehr Sport und natürlich viel weniger Alkohol. Die klassischen Vorsätze halt. Die man allesamt Mitte Januar sehr gern schon wieder vergessen hat. Exakt das ist der Grund, warum ich damit erst gar nicht anfange. Wer hat schon Spaß daran, mit Ansage zu scheitern?

Bei Tanja und Theo ist das natürlich etwas völlig anderes. Mit den beiden verständige ich mich sehr gern auf gute Vorsätze und somit auf herausragende Ideen für das kommende Jahr. Mit meiner Frau einige ich mich darauf, öfter ins Kino zu gehen, gesünder zu kochen und dass sie im nächsten Jahr mit mir nach Paris fährt.

Mit meinem Sohn verhandele ich mehrmals wöchentlich sein Zimmer aufzuräumen, meine Stereoanlage in Zukunft in Ruhe zu lassen und in italienischen Restaurants nicht immer nur Tomatensuppe, sondern auch einmal Vitello Tonnato zu bestellen. All das würde ich am liebsten schriftlich fixieren, was jedoch an Tanjas Drohung scheitert, nie wieder mit mir ins Mövenpick zu gehen. Tja.

Nächstes Jahr geht's nach Paris – oder?

Genervt gebe ich nach und lege Block und Bleistift zur Seite. Und weiß natürlich genau, was dann passiert. Spätestens, wenn ich Theo am 2. Januar an sein Versprechen erinnere, „sein Lego zusammenzuräumen“, guckt er mich mit großen Augen an und weiß gar nicht, was ich von ihm will. Und wenn die Urlaubsplanung ansteht und ich Tanja an „Paris“ erinnere, sagt sie, dass sie noch nie in Montenegro war. Toll. Aber so ist das mit guten Vorsätzen fürs neue Jahr. Man kann sie echt vergessen.

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